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Die Stellung der Frau im Islam


Vortrag von Oberst a.D. Reinhold Waldecker 

Bild: Die Vorsitzende der Frauen-Union Parkstetten, Magda Del Negro, dankte Reinhold Waldecker ganz herzlich für seinen äußerst interessanten Vortrag über die Frauen im Islam.

Islamischer Fundamentalismus und die Stellung der Frau 

Vortrag „Frauen im Islam“

Viele Zuhörer nahmen sich am Mittwoch, 8. Oktober 2014, Zeit, um am Vortrag der Hanns-Seidel-Stiftung „Frauen im Islam“ im Pfarrheim teilzunehmen. Den Abend organisierte die Vorsitzende der Frauen-Union Parkstetten, Magda Del Negro mit ihrem Team in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Frauenbund Parkstetten.

Nachdem Magda Del Negro die Gäste begrüßte, dankte sie vorab schon mal dem Referenten Reinhold Waldecker für den Vortrag des sehr interessanten Themas, das mittlerweile aktueller denn je sei.

Seminarleiter Rudolf Mahlmeister von der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. stellte eingangs kurz die Bildungseinrichtung und die Aufgaben der Stiftung vor.

„Der islamische Fundamentalismus und die Stellung der Frau“ war das Thema, über das Oberst a.D. Reinhold Waldecker, ein langjähriger Militärattaché an den deutschen Botschaften in Algier, Tunis und Kairo, referierte. Er veranschaulichte das Alltagsleben der Frauen im Islam anhand zahlreicher und persönlich erlebten Situationen in der arabischen Welt.

Der Islam, eine Weltreligion mit über 1,6 Milliarden Anhängern, sei nach dem Christentum die zweitstärkste Religionsgruppe. Den Ursprung findet der Islam im 7. Jahrhundert in Arabien. Waldecker stellte kurz den Lebenslauf vom Propheten Mohammed vor, der vom Engel Gabriel am Berg Hira in der Nähe von Mekka einen Verkündigungsauftrag erhielt. Mohammed gilt als der „Gesandte Gottes“ und hat für alle Islamanhänger, der Muslimen, Vorbildcharakter.

Die Grundlage für den islamischen Glauben ist der Koran. Er gilt als das dem Propheten Mohammed offenbarte, ewig unveränderliche Wort Gottes. Der Koran ist für die Islamisten über jeden Zweifel erhaben.  Die zweite Grundlage ist die Scharia. Diese ist eine Verfassung, die gemäß den Geboten Allahs die Gesamtheit der Gesetze, die in einer islamischen Gesellschaft zu beachten und erfüllen sind, enthält.

Waldecker geht kurz auf die fünf Säulen des Islams ein - dem islamischen Glaubensbekenntnis, das Pflichtgebet, die Armengabe, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka.

Der Koran besteht aus 114 Suren, die wiederum aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen besteht. Mit der Sure 4/34 „Die Männer sind den Weibern überlegen…“, weist der Koran den Männern die Führungs- und den Frauen die untergeordnete Stellung in Familie, Gesellschaft und Staat zu. So ist die Tugend der Frau die Ehre des Mannes. Die Frau ist von Natur aus eine Gefahr für die Moral des Mannes. Deshalb müsse sie auch der Aufsicht und der Führung des Mannes unterstellt werden.

Waldecker erzählte unter anderem von einer islamischen Frau mit ihrem Sohn, die beim Einkaufen waren. Es sei keine Ausnahme, wenn zum Beispiel der zehnjährige Sohn den Geldbeutel in Händen hält, beim Einkaufen über das Geld verfüge und bezahle.

Neben den auferlegten Zwängen und Pflichten einer Frau im Islam haben sie das Recht auf Nahrung und Kleidung, auf eine angemessene Wohnung und auf die medizinische Versorgung. In den vergangenen Jahren gab es auch positive Entwicklungen. So gibt es zum Beispiel in Ägypten seit 2005 für die Frauen einen Reisepass. In Libyen dürfen die Frauen ihren Beruf frei wählen. Das Heiratsalter der Frauen wurde in Marokko auf 18 Jahre erhöht. Auch in Saudi-Arabien und in der Türkei wurde Einiges zum Positiven für die Frau geändert.

Die Suren des Korans und Bestimmungen der Scharia zu Ehe, Familie und gesellschaftliche Stellung der Frau sind in den islamischen Gesellschaften religiöses und staatliches Recht. Sie stehen im Gegensatz zu den Artikeln 2, 3 und 4 unseres Grundgesetzes und sind in Deutschland absolut verfassungswidrig. 

Der Referent stellte ganz klar heraus, dass auch wir - trotz alle dem - etwas zur religiösen Toleranz tun können. „Respektieren wir den islamischen Glauben. Handeln und Reagieren wir in unserem Umfeld jedoch dementsprechend. Wichtig dabei ist, dass wir alle die Fundamente unserer freiheitlichen Grundordnung und unsere Vorstellung von Menschenrechten hochhalten!“, so Reinhold Waldecker.

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