zurück

Besichtigung der Bruder-Konrad-Werkstätte


Sehr aktiv ist die Frauen-Union, Ortsgruppe Parkstetten, mit ihrer Vorsitzenden Magda Del Negro. Das Jahresprogramm ist interessant und umfasst neben Vorträgen zu aktuellen Themen wie „Internetsucht“ oder „Betrügerischen Geschäften an der Haustür“ sowie Bildungsfahrten auch die Besichtigung von Firmen und Unternehmen in der Region.

So wurde im Frühjahr der Hafen in Sand besucht und im Sommer das BMW-Werk in Regensburg. Jetzt stand der Besuch der Behinderten-Werkstätte Bruder Konrad der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) Regensburg auf dem Terminplan. Die Abordnung mit 18 FU-Mitgliedern wurde von Produktionsleiter Gerhard Macht und Franz Neckermann, begleitende Dienste, durch den Betrieb geführt. Seit der Erweiterung 2011 arbeiten hier 185 Beschäftigte, in der Einrichtung Hermannsberg kommen 20 weitere dazu. Neben geistig Behinderten werden zunehmend auch psychisch Kranke und Menschen mit Einschränkungen nach Schlaganfall oder Unfall aufgenommen. In der großen Montagehalle packen die 74 Beschäftigten täglich bis zu 2200 Verbandstaschen für die Automobilindustrie.

Hier müsse wie in jeder anderen Firma kostengünstig gearbeitet werden, man vermeide aber Zeitdruck für die Mitarbeiter, betonte Macht. Der Arbeitsplatz sei auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter zugeschnitten. Für ältere gebe es Rückzugsmöglichkeiten in Ruheräumen, an Raucher sei mit einem kleinen Raucherhaus im Freien gedacht. In der kleinen EDV-Abteilung mit fünf Arbeitsplätzen werde die aufwändige Logistik der Werkstätte gemeistert. Besichtigt wurden auch die große Lagerhalle zum Be- und Entladen der Lkws und die Wäscherei, ebenfalls ein Schwerpunkt der Werkstätte. Hier werden täglich 3,5 Tonnen Wäsche gewaschen, umweltfreundlich, denn seit dem Sommer 2011 hat die Werkstätte die Zertifizierung Umweltmanagement erhalten.

Im großen Speisesaal wird in Schichten zu Mittag gegessen. Kochkurse und pädagogische Angebote aus dem Berufsbildungsbereich wie Sport, Chor, Tanz oder Kegeln sorgen für Zufriedenheit und Gesundheit bei den Beschäftigten. „Es ist ein Segen, dass es diese Einrichtung gibt“, betonte Magda Del Negro. „Die Behinderten haben eine sinnvolle Aufgabe und wissen, wo sie hingehören“.

Seite drucken
Zurück