Wahlveranstaltung zur Kommunalwahl


Es gibt viele Lebensentwürfe
FU-Wahlversammlung mit MdB Gudrun Zollner

 
Angesichts der Kommunalwahlen am 16. März hatte die FU-Parkstetten zu einer Wahlveranstaltung mit der neuen Bundestagsabgeordneten Gudrun Zollner (Wallersdorf) eingeladen zum Thema "Frauen und Politik". Zollner wurde in den Ausschuss für Familien und Sport berufen und leitet als stellvertretende FU-Bezirksvorsitzende das Mentoring-Programm der FU-Niederbayern.

Zunächst meldete sich die FU-Ortsvorsitzende Magda Del Negro zu Wort. Sie ist stellvertretende FU-Kreisvorsitzende und seit 2008 als 3. Bürgermeisterin im Gemeinderat. Sie werde sich weiter für ein lebenswertes Parkstetten mit  Breitbandausbau, Radweg zum Sportheim, eine bessere Busanbindung und vieles mehr einsetzen, erklärte Del Negro. Auch die vier Kandidatinnen der FU-Parkstetten für den Gemeinderat stellten sich und ihr Programm für die nächsten sechs Jahre vor.

Sie setze sich vor allem für die Sache der Frauen und Senioren ein, meinte die 53-jährige Bundestagsabgeordnete Gudrun Zollner, die seit 1999 CSU-Ortsvorsitzende und Markträtin in Wallersdorf (Kreis Dingolfing-Landau) ist. Als einzige CSU-Frau aus Niederbayern im Bundestag werde sie sich vor allem für die Jugendförderung in den Vereinen und die Stärkung des Ehrenamtes engagieren. Der Spagat Familie, Beruf und Politik sei für Frauen immer noch schwer zu bewältigen. Hilfreich sei hier das Netzwerk und FU-Programm Frauenmentoring. "Es baut Frauen auf und unterstützt sie bei ihren vielen Aufgaben". Sie begrüße auch die neue Regelung in der Mütterrente und das Betreuungsgeld, sagte Zollner. "Eine kleine Anerkennung für Frauen, die ihre Kinder zu Hause betreuen". Es gebe viele verschiedene Lebensentwürfe für Frauen, so Zollner.

Die Frauen-Union sei stark in Parkstetten, erklärte Bürgermeister Heinrich Krempl. Die Frauen hätten beim Wahlkampf 2008 nicht nur "kräftig angeschoben", sondern auch im Gemeinderat viel bewirkt. "Denn Frauen denken anders als Männer". Jetzt stünden wieder vier Frauen auf der Liste, sagte Krempl und sprach sich für eine nachhaltige Politik mit Augenmaß und Bürgernähe aus.

Nach der Vorstellung der Gemeinderatskandidaten und zahlreicher CSU-Kreisräte blieb wenig Zeit zur Diskussion. Zollner empfahl, zur Wahl zu gehen und gegebenenfalls per Briefwahl zu wählen. Positiv sei die Frauenquote zu sehen, die Diskussion sei offener geworden. Die CDU/CSU im Bundestag bereite einen eigenen Entwurf über die Frage der Ablehnung des Genmaises 1507 vor, entgegnete Zollner auf Anfrage. Angesprochen wurde auch das erweiterte Führungszeugnis für Jugendleiter, das mit noch mehr Bürokratie das Ehrenamt nicht fördere. Im Hinblick auf Pädophile müssten aber Kinder und Jugendliche geschützt werden, gab Zollner zu bedenken.
 

Seite drucken
Zurück