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Jahreshauptversammlung 2018


Zu Beginn der Hauptversammlung der Frauenunion (FU) setzte die neue Vorsitzende Stephanie Leitold ein Zitat von Konrad Adenauer: „Es ist niemals zu spät für einen Neuanfang.“ Gerade in einer Zeit der Verunsicherung nach den langen Koalitionsverhandlungen in Berlin sollte man sich in seiner Gemeinde politisch einbringen, erklärte Leitold.

Die FU als stärkste Arbeitsgemeinschaft der CSU zeige, wie wichtig das politische Engagement von Frauen sei. Leitold würdigte vor allem das Engagement ihrer Vorgängerinnen im Amt, Hilde Kapfer und Magda Del Negro sowie der FU-Kreisvorsitzenden Josefine Hilmer, die immer ein offenes Ohr für die Anliegen der FU-Frauen habe, und betonte: „Altbewährtes soll bleiben und mit Neuem verbunden werden. Wir Frauen wollen eine starke Stimme in der CSU bleiben, jede kann sich mit einem Beitrag beteiligen.“ Auch Familien mit Kindern seien willkommen. Als ersten Schritt in diese Richtung kündigte die Vorsitzende eine Busfahrt mit Kindern zur CSU Landesleitung nach München und Kinderprogramm am 6. April an. Gedacht sei auch an Vorträge zu Frauenthemen. Der sehr erfolgreiche Künstlermarkt am Rathaus wird am Samstag, 12. Mai, stattfinden. Leitold blickte zurück auf die Veranstaltungen wie den erfolgreichen Künstlermarkt, das CSU Sommerfest, die Kulturfahrt nach Bayreuth, die regelmäßigen FU-Gespräche im Rathauseck, den Vortrag zu „Pflegestufen“ und die FU-Adventsfeier. Die Gesprächsrunden werden weiter stattfinden ebenso die Beteiligung an der Eröffnung des Gäubodenvolksfestes. Für den Herbst ist wieder ein Vortrag geplant. Derzeit hat die FU Parkstetten 76 Mitglieder.

Frauen werden in der Politik gebraucht, weil sie anders denken und andere Prioritäten setzen als Männer, betonte Bürgermeister Heinrich Krempl. In der Gemeinde Parkstetten sei der Generationenwechsel geglückt; gemeinsam werde man das Beste für die Gemeinde bewirken. In einer Zeit des Umbruchs sei ein politisches Amt keine leichte Aufgabe, meinte der CSU-Ortsvorsitzende Elmar Obermeier und sprach verschiedene Themen wie die Kommunalwahlen 2020 und die Flüchtlingsthematik an. Was die Gemeinde Parkstetten angehe, könne man eine positive Bilanz ziehen, die Infrastruktur sei gut, auch dank der Zusammenarbeit mit engagierten Verbänden. Einen detaillierten Rückblick über die Arbeit des FUKreisverbandes und Ausblick über Termine für das Jahr 2018 gab Kreisvorsitzende Josefine Hilmer. Über die aktuelle Landespolitik und seine Arbeit als Landtagsabgeordneter im Umwelt- und Petitionsausschuss sprach anschließend Hans Ritt. Bayern als erfolgreichstes Bundesland habe die geringste Arbeitslosigkeit, der Landtag sei offen für die Anliegen der Bürger, jeder könne eine Petition an die Abgeordneten stellen: „Jede Eingabe wird behandelt.“ Er selbst sei als Vermittler tätig, meist gelte es, Kompromisse zu schließen. Zum Thema Asylrecht betonte Ritt, dass der Großteil der von Abschiebung Betroffenen vorbestraft sei. Grundgedanke des Asylrechts sei, dass die Betroffenen in Deutschland eine Ausbildung machten und nach fünf Jahren in ihre Heimat zurückkehrten. Ritt wies auf die positive Entwicklung Niederbayerns, einst das „Armenhaus“ Bayerns, hin, sprach die Probleme durch Feinstaubbelastung an – alte Dieselbusse sollten ausgetauscht werden – und stellte den Zehn-Punkte-Plan des neuen Ministerpräsidenten Markus Söder vor. Dem schloss sich die Ehrung langjähriger FU-Mitglieder an: Vier Mitgliedern wurden für zehn Jahre geehrt; Marlies Obermeier erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre; Gabriele Ammer, Rita Sagstetter, Elisabeth Prommersberger, Frieda Sommer, Paula Christof und Sonja Rothammer gehören seit 30 Jahren der FU an; Christa Heisinger und Renate Hinsken seit 35 Jahren; Anna Schneider, Rosa Leiderer, Klara Haslbeck, Helga Himmelstoß und Maria Sigl seit 45 Jahren.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 22. März 2018, Seite 19

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