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2. CSU-Stammtisch mit zahlreichen Besuchern


Bereits zum zweiten Mal veranstaltete der CSU-Ortsverband seinen offenen Stammtisch am 14. November 2016 im Cafe Speiseder und erfreulicherweise folgten erneut viele Parkstettener der Einladung. Die zahlreichen Fragen und Wortbeiträge zum Breitbandausbau sowie zur Integration von Flüchtlingen bewiesen, dass Ortsvorsitzender Elmar Obermeier bei der Auswahl der Themen ein gutes Händchen hatte; darüber hinaus präsentierte Bürgermeister Heinrich Krempl die anstehende Sanierung von Straubinger und Bogener Straße.

Obermeier zeigte sich in seiner Einführung sichtlich erfreut über den gut gefüllten Saal im Café Speiseder. Da sich das Format beim letzten Mal sehr bewährt habe, greife man erneut darauf zurück und kündigte im Anschluss an: „Wir werden die Stammtischtradition auch weiterhin fortsetzen!“ Neben Landtagsabgeordnetem Josef Zellmeier, der als Diskussionspartner für das Thema Integration und Leitkultur zur Verfügung stand, konnte Obermeier Franz Schmidberger von der Deutschen Telekom gewinnen, der als Leiter des Teams Betriebslenkung fungiertund die aktuellen Planungen des Kommunikationskonzerns vorstellte.

 „Technisch anspruchsvoll“

Schmidberger erläuterte zunächst die technischen Gegebenheiten im Hinblick auf den Breitbandausbau. In Parkstetten wurden in den vergangenen rund eineinhalb Jahrzehnten verschiedene technische Methoden bei der Breitbandversorgung eingesetzt, die sich leider untereinander stören können. Die Telekom setze daher auf das zukunftsträchtige Glasfaserkabel.Dieser Umbau und die noch weit verbreitete Nutzung der älteren Kupferkabel, die bei langer Wegstrecke enorme Einbußen beim Datendurchsatz mit sich bringen, führen bei so manchem Nutzer zu einer toten Leitung. Dies war in der Vergangenheit bei der Umstellung auf einen IP-Anschluss ab und an der Fall. Schmidberger zeigte daher großes Verständnis für die Situation der Betroffenen, die teils wochenlang auf eine Entstörung warten und ihren Fall im Rahmen des Stammtisches vortrugen. Schmidberger bat Hilfe bei der Problembehebung an; gleichzeitig werde er in Zusammenarbeit mit der Gemeinde dafür sorgen, dass dauerhafte Störungen zukünftig schneller und transparenter bearbeitet werden. Gleichzeitig appellierte er an die Bürger, die Umstellungsangebote der Telekom auf einen IP-Anschluss anzunehmen. Dies beschleunige die notwendige technische Umrüstung des Netzes in Parkstetten enorm: „ Für Sie bedeutet das eine schnellere Telefon- und Internetleitung, die genauso zuverlässig ist und mitunter sogar günstiger als zuvor sein kann.“ Bis Ende März 2017 wolle man im Hauptort verbreitet bis zu 50Mbit, teils sogar bis zu 100 Mbit anbieten. Die Außenbereiche werden anschließend mithilfe des bayerischen Breitbandförderprogramms ausgebaut.

„Leitkultur ist kultig“

Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier unterstrich die Anstrengungen des Freistaats beim Breitbandausbau, der über 1,5 Milliarden Euro für schnelles Internet zur Verfügung stelle. Fast dreimal so viel Geld, nämlich satte 4,5 Milliarden Euro, stecke Bayern im Doppelhaushalt 2015/16 in die Flüchtlingshilfe: „Das sind mehr, als für das Wirtschafts- und das Innenressort zusammen eingeplant sind!“ Bayern tue mehr für die Integration als jedes andere Bundesland. Um die Gesellschaft daher nicht über Gebühr zu belasten, müsse ein vernünftiges Maß der Zuwanderung gefunden werden, die für die CSU bei maximal 200.000 Flüchtlingen pro Jahr liege: „Dank des ständigen Drängens und der Unbequemlichkeit der CSU konnte der massive Zuzug in diesem Jahr wieder auf ein zu einigermaßen verkraftendes Maß reduziert werden!“, betonte Zellmeier. Nun stehe man vor der gewaltigen Aufgabe, diejenigen zu integrieren, die in Deutschland und Bayern Schutz gefunden haben. Dafür brauche man eine Leitkultur, deren Inhalte laut einer Studie von 87 Prozent der Bayern befürwortet werden: „Selbst eine deutliche Mehrheit der Oppositionsanhänger sieht das so!“, so Zellmeier weiter. Unverständlicherweise bekämpfe diese im Bayerischen Landtag das geplante Integrationsgesetz der Staatsregierung dennoch mit allen Mitteln, dabei sei „Leitkultur etwas zutiefst Positives, Leitkultur ist kultig!“

Sanierung der Straubinger Str.

Positives konnte Bürgermeister Krempl auch in Sachen Tiefbaumaßnahmen vermelden. Ab 2017 wird die Hauptverkehrsader Straubinger und Bogener Straße nach und nach saniert. Begonnen wird dabei mit dem Abschnitt zwischen Beton Heller und dem Kapferkreisel, gefolgt von der kompletten Bogener Straße, bis schließlich 2020 der zweite Teil der Straubinger Straße in Angriff genommen werde. Da es sich bei beiden Straßen um Kreisstraßen handelt, ist eine enge Abstimmung mit dem Landratsamt erforderlich. Der Landkreis komme für die Sanierung der Asphaltdecke auf, während die Gemeinde für die Bürgersteige finanziell einstehe, so Krempl: „ Wir wollen dabei unbedingt auch die Grundstücksanlieger miteinbeziehen und Ihnen einen gewisses Mitspracherecht in Abstimmung mit der Baufirma einräumen.“ Für eine optische Aufbereitung sowie den erforderlichen Verkehrsfluss sind zudem Auflockerungen wie beispielsweise Bäume oder Parkbuchten geplant, genauso wie ausreichend breite Bürgersteige für die Passanten.